HintergrundWissen zum Thema Carsharing

…, Medienberichte, Fachbeiträge, Buchtipps

Bundesumweltamt zur Wirkung von CarSharing

CarSharing als vierter Baustein des Umweltverbundes – Juli 2025

Carsharing-Angebote ergänzen den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) das „zu Fuß gehen“ und das „Radfahren“. Damit wirkt Carsharing Verkehrs- und Umweltentlastent. Darüber hinaus sparen Carsharing-Nutzuer nicht nur Geld, sondern auch Ressourcen und bei E-Fahreugen auch Energie für individuelle Mobillität.
Mehr zum Thema auf der Webseite des Bundesumweltamtes.

Studie zur verkehrsentlastenden Wirkung von stationsbasiertem und freefloating CarSharing

Universität Turin und bcs veröffentlichen neue Studie zur Wirkung von CarSharing.

Aus der Pressemeldung des bcs vom 4.8.2022: „Basierend auf Daten, die der Bundesverband CarSharing 2018 und 2019 im Rahmen des
europäischen Forschungsprojekts STARS erhob, hat die Universität Turin eine umfassende statistische Auswertung gemacht und dabei auch erstmals Wirkfaktoren identifiziert, welchedie Autoabschaffung in den CarSharingHaushalten beeinflussen. Die wichtigsten Aussagen:

CarSharingNutzer*innen, die in innerstädtischen Lagen wohnen, besitzen heute
bedeutend weniger private Pkw als vor der Anmeldung zum CarSharing.

Die CarSharingMitgliedschaft ist einer der stärksten Wirkfaktoren für die Abschaffung
eines privaten Pkw.

Die Einstellung zum Autofahren und die Wahrnehmung von CarSharing im Allgemeinen
sind ebenfalls wichtige Wirkfaktoren politische und ökologische Einstellungen spielen
hingegen eine untergeordnete Rolle.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein privater Pkw abgeschafft wird, ist für Nutzer*innen des
stationsbasierten CarSharing (engl. „roundtrip carsharing“) fünfzehnmal höher als für
Nutzer*innen von freefloating CarSharing.

Nutzer*innen, die zu beiden CarSharingVarianten angemeldet sind oder ein
kombiniertes System nutzen, haben ebenfalls eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit
für die Abschaffung eines privaten Pkw.

Der Artikel bestätigt im Wesentlichen unsere Erkenntnisse. Neu ist aber die Aussage, dass
die genutzte CarSharingVariante einen direkten und sehr hohen Einfluss auf die
Autoabschaffung in den Haushalten hat.

Den ganzen Artikel (in englischer Sprache) kann man hier lesen. „

Link zum ganzen Artikel

Wasserstoff für smarte E-Fahrzeuge

München, den 01.02.2021

die Weka Fachmedien in München melden: „Kommt Wasserstoff auch als Antrieb von Kleinfahrzeugen in Frage?

Mit einer Magnesiumhydrid-basierten Paste schon, meint das Fraunhofer IFAM. In ihr lässt sich Wasserstoff bei Umgebungsdruck chemisch speichern, einfach transportieren und ohne teure Tankstellen-Infrastruktur nachtanken.“

Lesen Sie hier den ganzen Beitrag (externer Link)

Buchtipp

Overath, den 27.07.2025

Die Energiewende: Möchten Sie sich den Spaß wirklich entgehen lassen?

Hans Jacob Reuter – 2025

RND im Gespräch mit Jacob Reuter – Link zur RND-Website

Die Energiewende: Ein Thema, das uns alle angeht, ob wir wollen oder nicht. Viele Untersuchungen, wissenschaftliche Berichte und politische Statements sind dazu schon verfasst worden. Aber man kann sich diesem Thema auch anders nähern: Anhand humorvoller, zum Teil auch skurriler Beispiele und Kurzgeschichten möchte der Autor darlegen, wie diese riesige Veränderung namens „Energiewende“ auch Spaß machen kann. Dabei geht er auf die vier Hauptbereiche ein, die jeden von uns betreffen und wo wir etwas ändern können und müssen: Die Mobilität, allen voran die Elektromobilität, Stromerzeugung durch Photovoltaik, das Heizen der eigenen vier Wände und Smart Home als eine wichtige Komponente der Zukunft, die uns hilft, das Ganze auch zu beherrschen. Das Buch reflektiert auch die Windenergie, grenzt Atomkraft ab, denn hier haben wir kaum einen persönlichen Einfluss, und zeigt in beeindruckender Weise, was wir hier heute schon an Energie „verfeuern“, „verfahren“ oder schlicht „verbrauchen“ und was physikalisch eigentlich geht. Am Beispiel von grünem Wasserstoff wird auch aufgezeigt, was denn hinter der Energiequelle der Zukunft wirklich für ein Potenzial steckt. Da – wie gesagt – diese Transformation namens „Energiewende“ jeden von uns betrifft, und jeder von uns auch etwas dazu beitragen kann, ist dieses Buch auch für jeden von uns geschrieben: 1. Für Menschen, die sich schon für den Klimaschutz engagieren. Sie werden sich in ihrem Tun bestätigt fühlen und lernen noch etwas über „Energie“ als solches. 2. Für Menschen, die nach wie vor mit diesem Thema hadern, weil sie nicht wissen, wem sie glauben können oder wo sie anfangen sollen. Sie erkennen, dass sie es selbst in der Hand haben und wissen nun, wie sie loslegen können. Checklisten zu jedem einzelnen Thema geben einen neutralen, Anbieter-unabhängigen Leitfaden – auch zum Kauf eines gebrauchten Elektrofahrzeuges. 3. Für Menschen, die diesem Thema aufgrund jener diverser „Erzählungen“ kritisch gegenüberstehen. Entweder fühlen sie sich nach dem Studium dieses Buches in ihrer Argumentation gestärkt oder der Autor hat sie vielleicht zum Nachdenken gebracht. Allein das wäre schon im Sinne unserer Kinder und Enkel. Auf jeden Fall werden alle bei dieser Lektüre schmunzeln und wissen, warum andere, die die Energiewende ein Stück mitgehen, Spaß dabei haben und was Ihnen Tag für Tag entgeht. Also, lassen Sie sich den Spaß nicht entgehen!

Lohmar wird Smart City

Lohmar/Overath, den 08.09.2020

Die Stadt Lohmar hat sich erfolgreich für das bundesweit ausgeschriebene Förderprojekt Smart City beworben.

Seit dem 8.9. liegt der Stadt die Bewilligung durch das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) vor.

Die Car&RideSharing Community wird das Forschungsvorhaben „RBS.mobil“ (Rheinisch.bergisch.smart.mobil) als assozierter Partner beratend begleiten. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Entwicklung von Smart Cities in Deutschland, wobei der besondere Fokus auf die Entwicklung von Mobilitätskonzepten für suburbane Städte, Gemeinden und Regionen liegt.

Hintergrund zum Projekt: siehe Pressemitteilung (PDF).

Update Januar 2023: „Die Stadt Lohmar wird in Zusammenarbeit mit der Ride- & Carsharing Community (CC) das Carsharing in Lohmar anbieten. Der Vertrag wurde bereits unterschrieben, zunächst werden zwei elektrische Fahrzeuge am Stadthaus angeboten. Die Eröffnung dieses Carsharing-Standortes ist für Ende Januar 2023 geplant.“

Update Januar 2024: Insgesamt vier Elektro-Fahrzeuge stehen inzwischen am Stadthaus für registrierte Nutzer bereit. Zur Webseite Lohmar.de

CarSharing in Overath geht in die nächste Runde

Overath, den 28.05.2020

Genau ein Jahr nach Gründung der Bürgergenossenschaft Car&RideSharing Community eG in Overath Marialinden geht das dritte E-Auto an den Start. Und dies direkt im Herzen von Overath und mit Unterstützung vieler Institutionen. So stellt die Stadt Overath den Carsharing-Stellplatz kurzfristig und unbürokratisch am Rathaus zur Verfügung bis der endgültige Standort am Bahnhof eingerichtet ist. Die Ladestation und den benötigten Ökostrom liefert O-Saft (Stadtwerke Energie), die Kreissparkasse Köln beteiligte sich als Hauptsponsor an der Finanzierung des ZOE.
Overather Bürger, die im Zentrum von Overath wohnen, können den ZOE ab sofort für Fahrten buchen: ganz einfach per Smartphone-App oder über eine Online-Plattform am PC.
Bürgermeister Jörg Weigt sieht Carsharing als einen wichtigen Baustein nachhaltiger Mobilität: „In größeren Städten längst etabliert, gab es hier im ländlichen Raum bisher jedoch keine Anbieter. Overather Bürgerinnen und Bürger nehmen die mobile Zukunft nun selbst in die Hand. Und schaffen mit der eigens hierfür gegründeten Genossenschaft ein unkompliziertes, umweltfreundliches, und vor allem wohnortnah verfügbares Mobilitätsangebot.“ Myriam Mutz, Regionaldirektorin der Kreissparkasse Köln in Overath, sieht in diesem Gemeinschaftsprojekt, „einen gelungenen Ansatz, Bürger aktiv in den Umweltschutz einzubinden. Es passt damit zu unserem eigenen nachhaltigen Engagement, mit dem wir dazu beitragen möchten, dass die Menschen auch künftig in einer lebenswerten Region zu Hause sind.“

Die inzwischen auf 24 Mitglieder gewachsene Bürgergenossenschaft kann auch in naher Zukunft auf Unterstützung der Stadt Overath bauen. Auf Beschluss des Stadtrates Anfang März wird die Genossenschaft einen Stellplatz mit Ladepunkt für ein Carsharing-Fahrzeug in Bahnhofnähe erhalten. Weitere Stellplätze im Overather Stadtgebiet sollen folgen. Waldemar Bogdon, Mit-Geschäftsführer der Stadtwerke Energie weist auf den neu entstehenden Carsharing-Stellplatz mit Ladestation in Marialinden hin: „Das E-Auto der Genossenschaft wird nahe des neuen Kindergartens stehen und dort auch Ökostrom von O-Saft laden.“

Lösung für Parkraumproblem

Bereits im September 2019 – vier Monate nach Gründung der Genossenschaft – gingen die ersten beiden ZOEs im Overather Kirchdorf Marialinden in Betrieb. Gerd Baumeister, Gründungsmitglied und Mitglied im Vorstand erläutert: „Es ist uns wichtig, unseren Ort für die Bewohnerinnen und Bewohner attraktiv und lebenswert zu halten. Dazu zählt natürlich auch, dass das von Ausflüglern und Wanderern gern besuchte Marialinden nicht vollständig mit Autos zugeparkt ist.“

Dies gelte auch für das Overather Zentrum, dessen Parkraum immer knapper wird.
Einen wesentlichen Ansatz zur Lösung des Parkplatzproblems sehen die Initiatoren in der Reduzierung des stehenden Verkehrs. Das Angebot der Genossenschaft richtet sich deshalb vorrangig an Besitzer von Zweitwagen, die gerne auch öffentliche Parkplätze belegen. Ronja Völkel, ebenfalls ehrenamtlich im Vorstand der Genossenschaft tätig, erklärt hierzu: „Wie Studien zeigen, werden insbesondere die Zweitwagen nur selten genutzt. Mit Carsharing haben Zweitwagen-Besitzer nun eine echte Option den Wagen abzugeben und bei Bedarf ein Carsharing-Fahrzeug zu nutzen.“ Damit würden Zweitwagenbesitzer, dank des umweltfreundlichen Elektro-Antriebs der Community-Fahrzeuge auch aktiv zum Umweltschutz beitragen.

Wohnortnah und fahrbereit 


Ronja Völkel weist auf eine Besonderheit des Mobilitätsangebotes der Community hin: „Jedes Fahrzeug hat einen Standortpaten, der sich vor Ort um das Auto kümmert. Ortsansässige KFZ-Servicepartner sorgen für Wartung und und stets fahrbereite Autos.“

Neben einem transparenten und fairen Abrechnungssystem war es den Initiatoren des Gemeinschaftsprojektes wichtig, kurze Wege durch wohnortnahe Stellplätze zu ermöglichen. Ebenfalls wesentlich sind Zeit- und Kostenersparnis. „Wer diese moderne Mobilitätsform nutzt, braucht sich um Werkstattbesuche, Reifenwechsel oder TÜV keine Gedanken mehr zu machen“, so Völkel weiter. Nutzer der Sharing-Fahrzeuge erhöhen auch ihr Mobilitätsbudget: Kosten für Wertverlust, Treibstoff, Wartung, Steuern und Versicherungsprämie entfallen, ebenso wie das sonst bestehende finanzielle Risiko in Form eines plötzlich eintretenden Motorschadens oder eines selbstverschuldeten Totalschadens.
Bürger können sich aktiv in das Gemeinschaftsprojekt einbringen

 

Einfach Probefahrt buchen

Auf der Webseite der Genossenschaft finden interessierte Bürger Informationen über die verfügbaren Standorte und Fahrzeuge. Ist ein passender Standort in Wohnortnähe gefunden, können sich Interessenten auch gleich als Nutzer registrieren und für eine erste Probefahrt anmelden. Für die einmalige Registrierung sind lediglich Personalausweis und Führerschein nachzuweisen. Gleich danach kann die erste Fahrt starten.

Gerd Baumeister weist auf eine weitere Besonderheit des Mobilitätsangebotes hin: „Wir kombinieren in diesem Konzept das klassische Dorfauto mit professionellem Carsharing.“ Bürger sollen selbst aktiv werden und im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes „Dorfauto“ für nachhaltige Mobilität in ihrem Wohnumfeld sorgen – nach dem Motto „wir schaffen gemeinsam Werte und alle profitieren davon“.Eine wesentliche Rolle spielen hierbei auch die vorgenannten „Standortpaten“, die gewissermaßen als „ehrenamtliche Botschafter“ der Genossenschaft fungieren. In dieser Funktion sind sie für die Nutzer des gemeinschaftlich genutzten Dorfautos der erste Ansprechpartner vor Ort. Ebenso unterstützen sie neue Nutzer bei der Registrierung und führen diese in die Bedienung des Fahrzeuges ein. Als Ausgleich für ihren Zeitaufwand können sie die E-Fahrzeuge der Genossenschaft bis zu einem bestimmten Umfang kostenfrei nutzen.
Baumeister ergänzt: „Wer die vielen Vorteile eines gemeinsam genutzten Dorfautos in der Nähe seines eigenen Wohnsitzes nutzen möchte, der sucht im ersten Schritt das Gespräch mit Nachbarn und übernimmt im besten Fall auch gleich die Funktion eines Standortpaten. Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Genossenschaft beraten und unterstützen die Dorfauto-Gemeinschaft bei Bedarf direkt vor Ort – etwa in Form von Infoveranstaltung oder Probefahrten.“ Bereits ab 12 Nutzern könne grundsätzlich ein Stellplatz eingerichtet und ein Fahrzeug bereitgestellt werden.
„Je mehr Menschen bei diesem Gemeinschaftsprojekt mitmachen, desto mehr Fahrzeuge können wir an verschiedenen Standorten in Overath und Umgebung einrichten“ ergänzt Vorstands-Kollegin Völkel und verweist auf die Möglichkeit hin, als Mitglied der Genossenschaft die mobile Zukunft von Overath aktiv mitzugestalten.